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Bei Umbauarbeiten gefunden ....

Im Haus Nr 43 in Tichlowitz fanden Anfang 2012 Umbauarbeiten statt. Dabei entdeckte der neue Besitzer des Anwesens direkt an der Elbe alte Dokumente, Fotos und sonstige Dokumente von den vor der Verteibung dort ansässigen deutschen Familien.

Wie aus alten Akten bekannt, wohnte dort meine Großtante Aurelia Peh mit ihrer Familie. Sie war Kirchenmusikerin und zeitweise Leiterin des Kirchenchores in Tichlowitz.

Durch Vermittlung des stv. Ortsbürgermeisters Franticzek Cerny, konnten wir im Frühjahr 2012 die Fundstücke besichtigen. Sie lagen grob geordnet in alten Holz- und Blechdosen. Schnell erkannten wir Fotos, Familienanzeigen und "Orden und Ehrenzeichen" unserer Familie wieder.

Über unsere Übersetzerin Lenka erfuhren wir, dass der heutige tschechische Bewohner selbst deutsche Vorfahren hat. So kam ein kurzes Gespräch zustande.

Abschließend erbat ich mir einige Abzüge der Fundstücke. Diesem Wunsch wurde sofort entsprochen und schon zwei Tage nach unserer Rückkehr landeten sie per Mail auf meinem Rechner.

Herr Cernybat uns noch zu einem Abstecher in die ehemalige Schule des Ortes. Dort hatte er weitere Fundstücke (Dokumente aus der Ortsgeschichte) ausgestellt. Sie waren noch gut erhalten und wir erfuhren, dass auch die heutigen Bewohner zur Geschichte des Ortes mit den damaligen Bewohnern stehen. Sie wollen noch viel mehr darüber erfahren.

Mit einem befreudeten Ehepaar aus Dresden - Ehel. Fritsche - machten wir uns dann noch auf den Weg nach Mühlörzen, einem Ortsteil von Tichlowitz hochoben im Wald. Auch hier begegneten uns viele Erinnerung und Frau Fritsche (geb. Fischbach) hatte an diesem Tag nur noch einen Traum: Ihr Elternhaus besuchen zu dürfen.

Auch diesen Wunsch konnte uns Herr Cerny erfüllen.So ging ein jahrzehntelanger Traum von Frau Fritsche in Erfüllung. 

Zum Abschluß des Tages besuchten wir noch den alten Gasthof meiner Familie und sprachen über das Erlebte.

An diesem Tag wurde von beiden Seiten wieder einmal viel für die Verständigung zwischen den beiden Völkern getan. Alle freuen sich auf ein Wiedersehen.


Martin Jahnel | jahnel@t-online.de