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Nordböhmen

Wer von Nordböhmen spricht, denkt an zweierlei: einmal an ein Industriegebiet, und zum anderen an eine herrliche Mittelgebirgslandschaft, die von vielen großen Dichtern besungen und von bedeutenden Künstlern gemalt wurde. Hier empfingen Richard Wagner die Inspiration für seinen “Tannhäuser” und Carl Maria Weber für seinen “Freischütz”.

 

Warnsdorf um 1821

Diese wunderbare Landschaft wurde auch von Wolfgang von Goethe ebenso gepriesen wie von Heinrich Kleist.

 

Hier lagen andererseits die größte Strumpffabrik Europas, eine in der ganzen Welt bekannte Textilindustrie, Glashütten, die das anerkannt beste Glas der Welt herstellten und dem “Böhmischen Glas” zu seinem Weltruhm verhalfen, eine chemische Industrie mit der Herstellung von Erzeugnissen, deren Namen und Qualität auch heute noch unvergessen sind, ein Braunkohlenrevier, das den Energiebedarf der böhmischen Länder sicherstellte und viele, viele Handwerks- und kleinere Industriebetriebe, die vom Fleiß eines aufstrebenden Mittelstandes zeugten.

Nordböhmen war die Heimat deutscher Menschen, deren Ahnen vor Jahrhunderten das Land gerodet und urbar gemacht haben, die Handel und Gewerbe aufbauten, Erz und Kohle förderten, Industriebetriebe gründeten und die von dem Volk, mit dem sie im böhmischen Raum zusammenlebten, infolge nationalistischer und ideologischer Verblendung vertrieben wurden.

Der “Garten Böhmens” wurde Nordböhmen genannt. Gemeint waren damit das fruchtbare Elbetal und die Täler des böhmischen Mittelgebirges.

aus Nordböhmen in Farbe - Adam Kraft Verlag

 


Martin Jahnel | jahnel@t-online.de